Posaune  
 

Michael Osztovics

Posaune, Bass-Posaune, Tenorhorn

Mitglied seit: 2001

 

Die Posaune

Die Posaune ist ein sehr interessantes Instrument - und ein sehr altes: Der Gleitzug, mit dem die Töne verändert werden, ist bereits seit dem frühen Mittelalter bekannt. Die Ventil-Technik der Trompeten und Hörner kam erst viel später.

Eine Posaune ist eigentlich nur ein zusammengelegtes Rohr, dessen Vorderteil sich verschieben lässt. Auf diese Weise ändert sich die Länge des Rohres und damit auch der Ton. Mit ihrem Zug ist die Posaune das einzige Blasinstrument, das ein natürliches Glissando zuwege bringt (übergangsloses Ziehen eines Tones zum nächsten).

Das Besondere an diesem Instrument ist seine natürliche Klangvielfalt: mit einer Posaune kann man klare und scharfe Töne erzeugen, dass es nur so fetzt, man kann laut und volltönend spielen, aber auch weich und gefühlvoll. Der Tonumfang reicht von der hohen Tenorlage bis hinab in die Kontra-Oktave.

Damit kann die Posaune auch als Bass-Instrument eingesetzt werden.

Im Blasorchester hat der Posaunen-Satz hauptsächlich harmonische und rhythmische Parts zu spielen; in fast jedem Stück gibt es aber Solo-Passagen, in denen die Posaunen glänzen können.

Die Posaune ist der große Bruder der Trompete. Es gibt sie überall dort, wo es Trompeten gibt: Vom Sinfonieorchester über die Trachtenkapelle, Jazz- und Big Bands bis zum Rock-Bläsersatz.

Der Charakter der Posaune hängt stark vom jeweiligen Musikstil ab. In der deutschen Militärmusik ist sie ein Führungsinstrument, in der volkstümlichen Blasmusik führt sie ein eher zurückgezogenes Dasein, in der sinfonischen Musik ist sie ein wichtiges Harmonie- und Solo-Instrument, in der Jazz- und Rockmusik ist sie fetzig, agil und groovy.

       
 

Josef Rauscher

Posaune, Tenorhorn

Mitglied seit: 1974