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Unsere Vereins-Chronik...

    Chronik 1923-1976

ältestes Bilddokument, 1945

 

Da leider nur sehr wenige Unterlagen erhalten geblieben sind, können wir für diesen Zeitraum nur auf die Inhalte der "Hirtenberger Chronik" zurück greifen.

Der Musikverein Hirtenberg wird 1923 aus dem Arbeiter-Bildungsvereines als Arbeiterkapelle ins Leben gerufen.

Der damalige Vorstand ist leider nicht mehr bekannt, jedoch weiß man, wer die Mitglieder beim ersten öffentlichen Auftritt sind. Nämlich: Karl Habersack (Kapellmeister), Johann Heim, Josef Holatko, Franz Stroh, Franz Schönovitz jun., Josef Wiederlechner, Leopold Fürst, Karl Lebschik, Franz Schönovitz sen., Otto Theiner und Ferdinand Rischawy.

Kurz danach wird Karl Habersack von Josef Wiederlechner als Kapellmeister abgelöst. Dieser leitet die Kapelle bis zum zweiten Weltkrieg und im zweiten Weltkrieg wird der Verein als Jugendkapelle aufrechterhalten, da erwachsene Musiker nicht zur Verfügung stehen.

Nach dem Krieg, im Jahr 1946, wird der Verein als "Feuerwehrkapelle" wieder gegründet.

Einige Obmänner waren: Franz Schönovitz, Rudolf Malina, Franz Kautschek, Erich Hochreiter und Johann Braunöck.

Bei der Generalversammlung im Jahr 1972 tritt, der sich als Bezirkskapellmeister einen Namen gemachte, Josef Wiederlechner als Kapellmeister zurück und es folgte ihm Karl Appinger.

1975 wird der Name von "Feuerwehrkapelle" auf den jetzigen Namen "Musikverein Hirtenberg" geändert.

Im Jahr 1976 findet wieder ein Kapellmeisterwechsel statt und diesmal übernimmt, der jetzige Ehrenkapellmeister, Berndt Lindmayer die musikalische Leitung.

Bereits unter der musikalischen Leitung von Josef Wiederlechner (und wahr­scheinlich noch viel früher) konnten bei Wertungsspielen Sehr Gute und Ausge­zeichnete Erfolge errungen werden.

Der Musikverein Hirtenberg tätigt auch Gastauftritte in Tübingen und Waldorf, in der ehemaligen BRD, und erhällt folglich auch Gastbesuche dieser Kapellen. Ebenfalls besucht wird die Musikkapelle Kühnsdorf in Kärnten.

     
    Josef Wiederlechner 1903-1977

Kpm. Josef Wiederlechner

 

Um auf eine langjährige Vereinsgeschichte rückblicken zu können, bedarf es zweifellos Personen, die durch ihr Wirken und durch ihr Engagement einen legendären Ruf und große Verdienste um die Vereinsführung erwarben. Einer von ihnen war ohne Frage Josef Wiederlechner. Am 23. Februar 1903 in Hirtenberg geboren, absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung und war in der Folge in verschiedenen Hirtenberger Betrieben tätig. Eine besonders glückliche Fügung war es, dass er während des Krieges in den Wr.Neustädter Flugzeugwerken beschäftigt und dadurch vom Dienst in der deutschen Wehrmacht freigestellt war. So konnte er auch während des Krieges seine musikalische Tätigkeit in Hirtenberg fortsetzen und schuf damit eine der Voraussetzungen, die es  dem Musikverein Hirtenberg nach Ende des Krieges ermöglichten, seine Vereinstätigkeit wieder aufzunehmen.

Josef Wiederlechner war Gründungsmitglied des Vereines und ab 1924 für 48 Jahre dessen musikalischer Leiter. Seine musikalische Ausbildung umfasste die Instrumente Tenorhorn, Posaune, Gittare, Akkordeon und Schlagwerk. Dadurch war er geradezu prädestiniert umfassenden musikalischen Unterricht zu geben. Dies war in einer Zeit, als es noch wenige öffentliche Musikschulen gab, eine Grundvoraussetzung, damit ein Verein wie der Musikverein Hirtenberg in einer kleinen Industriegemeinde existieren konnte. So war es Josef Wiederlechner, der Jugendlichen aus Hirtenberg, Enzesfeld und St. Veit die ersten Töne beibrachte und so manches noch heute aktive Mitglied war einst sein Schüler und trat mit seinem Jugendensemble bei verschiedenen Gemeindeveranstaltungen das erste Mal auf.

Obwohl Josef Wiederlechner niemals Berufsmusiker war, stellte er dennoch sein Leben in den Dienst der Musik. Er leitete lange Jahre den Hirtenberger Kirchenchor, das Theaterorchester der Hirtenberger Laienspielgruppe, spielte mit Tanzensembles bei Bällen und während der Stummfilmzeit mit seinem Salonorchester im Kino. Darüberhinaus engagierte er sich im Hirtenberger Gemeinderat. Seit 1964 bis zu seinem Tode war er auch Leiter des Musikverein Markt Piesting.

Zudem befasste er sich ausführlich mit Tonsatz und Instrumentierung, um mit seinen unterschiedlichen Ensembles stets aktuell und am Puls der Zeit zu sein. Er hinterließ uns ein umfangreiches Archiv an handgeschriebenem Notenmaterial, welches fast schon einen antiquarischen Wert besitzt, wenngleich Teile davon auch heute noch zum Standardrepertoire gehören. Sein wohl bekanntestes Werk ist das von ihm zusammengestellte und arrangierte Potpourrie "Der fidele Zecher". Als Eigenkomposition schuf er den Marsch "Gruß an Piesting", der 1982 auch auf Musikkassette aufgenommen wurde.

Josef Wiederlechner war zweimal verheiratet, seiner Ehe mit Margaretha entstammt eine Tochter. Seit 1948 verwitwet, heiratete er 1950 seine zweite Frau Käthe.

In seinen späten Jahren engagierte er sich zunehmend auch im überregionalen Blasmusikwesen und war einige Zeit auch Bezirkskapellmeister. Durch sein jahrzehntelanges Wirken wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen zuteil. Er war Träger der "Ehrenmedaille in Gold" des NÖ Blasmusikverbandes, bekam das "Große Ehrenzeichen für eifrige und ersprießliche Tätigkeit in der österreichischen Volksmusik" verliehen und erhielt für seine kommunalpolitischen Tätigkeiten die "Goldene Medaille des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich".

Josef Wiederlechner war es, der mit der ihm eigenen Zielstrebigkeit, Genauigkeit und manchmal sogar Verbissenheit den Musikverein Hirtenberg zu einem leistungsfähigen Blasmusikorchester machte. Als er 1972 aus privaten Gründen seine Aktivitäten in Hirtenberg beendete, ging eine Ära zu Ende, doch Dank seines jahrzehntelangen Wirkens waren die Voraussetzungen für eine weitere langjährige, erfolgreiche Vereinstätigkeit gegeben.

Josef Wiederlechner verstarb am 10. Juni 1977 im Alter von 74 Jahren. Er wurde am 14. Juni 1977 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und seiner ehemaligen Musikkameraden in Hirtenberg zu Grabe getragen. Sein Name wird mit dem Musikverein Hirtenberg und der Marktgemeinde Hirtenberg stets verbunden bleiben.

     
   

Chronik 1976-1997

Musikverein Hirtenberg, 1981

 

1976 wird die musikalische Leitung von Berndt Lindmayer übernommen. Zu dieser Zeit war unser "Gurki" – Erich Hochreiter, Obmann. In den ersten Jahren erreicht der Musikverein bei den Konzertwertungsspielen einen sehr guten Erfolg. Ab 1980 werden unsere musikalischen Darbietungen unter Kapellmeister Berndt Lindmayer von den Bewertern jedoch ausgezeichnet. Dies führt in weiterer Folge zu zahlreichen Ehrenzeichenverleihungen an das Orchester und seine Funktionäre. Neben den klassischen Konzertwertungen besteht ein nicht unwesentlicher Teil unserer Darbietung aus "Musik in Bewegung". Darum nimmt der Musikverein Hirtenberg auch regelmäßig und erfolgreich an Marschmusikbewertungen teil.

Legendär sind die Erinnerungen an unsere Auslandsfahrten und Musikvereinsausflüge.

So war der Musikverein Hirtenberg zu Besuch in Waldorf-Häslach (1977), Hailfingen (1987) und in Sopron (1989 und 1990). Im Gegenzug waren die Musikkapellen aber auch in Hirtenberg zu Gast und sorgten oft für eindrucksvolle Darbietungen bei den Festveranstaltungen. Tolle Ausflüge ins Weinviertel, mit dem Schiff durch die Wachau, Rätselrally, etc. sind in den letzten Jahrzehnten ein Garant dafür, dass neben der "Arbeit" auch die Kameradschaft im Musikverein nicht zu kurz kommt.

1977 gestaltet der Musikverein Hirtenberg zum ersten Mal in Baden ein Kurkonzert. Diese Konzertverpflichtungen im Badener Kurpark unter reger Anteilnahme der Badener Bevölkerung und deren Gäste, ist für 25 Jahre lang eine musikalische Herausforderung, die gerne wahrgenommen wird.

Highlights in der Geschichte des Musikverein Hirtenberg sind die Rundfunkaufzeichnungen 1977 im Stadttheater Berndorf, Eröffnung der Sportschule Lindabrunn, 50 Jahre Marktgemeinde Hirtenberg, Casino Baden (1995), die Traubenkur-Konzerte in Baden und Bad Vöslau, etc.

Unter dem Obmann Franz Stark werden – die bis 1984 nur sporadisch stattgefundenen – Festkonzerte zum Nationalfeiertag, ein musikalischer Fixpunkt für den Verein und die Bevölkerung in und rund um Hirtenberg.

     
   

Berndt Lindmayer

Kpm. Berndt Lindmayer

 

Nach Josef Wiederlechner ein weiterer "großer alter Mann", der unseren Musikverein maßgeblich geprägt hat, ist zweifellos Berndt Lindmayer.

Da sein Großvater (mütterlicherseits) von einem Zweig der Schrammel-Linie abstammt, wurde ihm die Musikalität quasi in die Wiege gelegt.

Im Jänner 1940 begann er Akkordeon zu lernen, und ab seinem zehnten Lebensjahr spielte er bei Straßensammlungen des WHW (Winterhilfswerk) im zweiten Weltkrieg.

Seit 1947 trat er mit verschiedenen Tanzmusikensembles bei Veranstaltungen auf und schuf die musikalischen Arrangements für diverse Besetzungen. In dieser Zeit eignete er sich auch die Harmonielehre als Autodidakt an.

Durch seinen Musikkollegen Leo Ramharter kam er in den Jahren 1952/1953 auf den Geschmack und lernte bei ihm Klarinette und Saxophon. Im Jahr 1957 gründete er die "Berndt Lindmayer Combo", mit der er bis zum Fasching 1980 unermüdlich unterwegs war.

Erst in den Jahren 1971/1972 erfuhr er seine erste offizielle musikalische Erziehung. Dies waren die Kapellmeisterkurse beim niederösterreichischen Blasmusikverband, welche er mit "Sehr gut" im Jahr 1973 abschloss.

1972 wurde er zum Vizekapellmeister des Musikverein Hirtenberg gewählt und ab dem 6. Jänner 1976 übernahm er die musikalische Leitung des Orchesters.

Unter seiner Führung blühte der Musikverein so richtig auf. Sein Credo war stets, dem Publikum ein breit gefächertes Programm zu präsentieren. Daher legte er großen Wert darauf, dass neben Märschen und Polkas mit derselben Qualität Musicalmelodien, Operetten und sogar die eine oder andere Ouverture aus einer großen Oper gespielt wurden.

Seine Liebe galt aber ohne Zweifel dem Swing der 1930er und 1940er Jahre und den lateinamerikanischen Rhythmen. Diese brachte er auf unnachahmliche Art dem Orchester nahe – gleichsam ein Pionier auf diesem Gebiet, da diese Musikstile in der Blasmusik damals noch keineswegs selbstverständlich waren. Aus dieser Neigung resultierte auch die Gründung der „Big Band Hirtenberg“, die 1988 ihren ersten Auftritt hatte. Aus ersten zaghaften Versuchen in Berni’s legendärem Probenkeller wurde durch sein unermüdliches Engagement tatsächlich Realität: Die Bigband entwickelte sich prächtig, sie ist heute aktiver denn je. Und ein nicht unbeträchtlicher Teil der guten alten Swingnummern, die heute mit Begeisterung gespielt – und vom Publikum gehört! – werden, stammt aus Berndt Lindmayers Anfangszeit. Ab 1982 war er daneben in der Bezirks-Arbeits-Gemeinschaft Baden und Umgebung als Jugendreferent und ab 1994 als Bezirksobmann tätig.

Man sagt, hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau, ohne die seine Erfolge nicht möglich wären. Für keinen gilt dies wohl mehr als für unseren Berni. Seine Maria hat ihn in all den Jahren – und bis heute – in all seinen Aktivitäten, ob im Beruf als Dentist oder beim Hobby als Musiker, tatkräftig unterstützt und dabei wohl mehr als einmal private Interessen seinem strikten Zeitplan untergeordnet. Dafür sei ihr an dieser Stelle unser aufrichtiger Dank ausgesprochen.

Im März 1997 übergab er den Taktstock an seinen Kapellmeister-Kollegen Josef Rauscher und beendete auch seine Funktion als Bezirksobmann. Im selben Jahr wurde er mit einstimmigen Beschluss zum Ehrenkapellmeister des Musikverein Hirtenberg ernannt.

Für sein jahrzehntelanges Engagement für die Blasmusik wurden Berndt Lindmayer zahlreiche Ehrenzeichen und Auszeichnungen verliehen. So zum Beispiel die "Goldene Medaille des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich" oder das "Verdienstkreuz des NÖ Blasmusikverbandes in Silber".

Auf Grund seiner großen Verdienste um das kulturelle Schaffen in seiner Heimatgemeinde wurde ihm 2013 die Ehrenbürgerschaft der Marktgemeinde Enzesfeld-Lindabrunn verliehen.

Berndt Lindmayer ist auch heute noch immer als Klarinettist im Musikverein tätig.

     
   

Chronik 1997-2012

Musikverein Hirtenberg, 2010

 

Im Jahre 1997 übernimmt Kapellmeister Josef Rauscher die musikalische Leitung des Musikverein Hirtenberg von Berndt Lindmayer und setzt den eingeschlagenen Weg fort. In seiner Ära und unter tatkräftiger Mithilfe seines Stellvertreters Harald Willimayer weitet der Musikverein sein musikalisches Betätigungsfeld mehr und mehr aus. Zu den traditionellen jährlichen Konzerten zum Nationalfeiertag werden Sänger und Chöre eingeladen, es werden Konzerte im neu restaurierten Saal der Kulturwerkstatt Kottingbrunn oder im neu errichteten Kurzentrum Bad Vöslau veranstaltet.

Bei den alljährlichen Konzertmusikbewertungen erreicht Joe Rauscher wie sein Vorgänger neun Mal in ununterbrochener Reihenfolge einen "ausgezeichneten Erfolg", was ihm die goldene Dirigentennadel, überreicht vom Landeshauptmann, einbringt.

Unter Josef Rauscher wird auch die Position des Kapellmeister-Stellvertreters aufgewertet. Harald Willimayer, der gewonnen werden konnte, zum Musikverein Hirtenberg als Stammverein zu wechseln, übernimmt Teile der Probenarbeit und die Konzerte zum Nationalfeiertag werden von beiden Kapellmeistern gestaltet.

In dieser Zeit finden auch die ersten Probenwochenenden statt. Diese Wochenenden – einmal zum Beispiel in der Ramsau am Dachstein – sind einerseits durch das intensive Proben für das Erarbeiten eines Konzertprogramms musikalisch ungeheuer wertvoll. Auf der anderen Seite vertiefen sie die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Mitgliedern ganz besonders.

Und es werden sogenannte Musikreisen organisiert. Dabei begleitete der Musikverein eine Reisegesellschaft des Reisebüros Pulay über ein verlängertes Wochenende zu einem Urlaubsziel in Kroatien, etwa nach Krk oder Sibenik, und gestaltete dort im Hotel an einem Abend ein Galakonzert. Nach Aussage vieler mitgereister Gäste waren die schwungvollen Melodien des Musikverein Hirtenberg vor der Kulisse des Sonnenuntergangs an der Adria stets ein Höhepunkt dieser Reisen.

Als Michael Osztovics im Jahr 2009 mit der Ausbildung zum Kapellmeister beginnt, findet Josef Rauscher, dass dieser sein theoretisches Wissen auch praktisch umsetzen sollte und überträgt ihm ab 2010 die musikalische Leitung bei den alljährlichen Konzertmusikbewertungen. Im Mai 2011 legt er schließlich erfolgreich die Kapellmeisterprüfung ab.

Unter Michael Osztovics als Stabführer nimmt der Verein in den letzten Jahren auch enormen Aufschwung in der Marschmusik, die bis dahin eher ein Mauerblümchendasein unter den Mitgliedern gefristet hatte. Es gelingt ihm, die Musiker für das Marschieren zu begeistern und bei den Marschwertungen in immer höheren Stufen und mit immer ausgefalleneren Figuren anzutreten.

Bei all diesen Veränderungen darf auf keinen Fall einer vergessen werden, dessen Position im Verein sich in all den Jahren nicht geändert hat: Franz Malzl, ohne Übertreibung der "Fels in der Brandung", ist seit dem Jahr 1990 (!) ununterbrochen Obmann des Musikvereins. Ohne sein unermüdliches Engagement und seinen totalen Einsatz wäre nichts von dem Erreichten möglich gewesen.

Beim Nationalfeiertagskonzert 2012 übergibt Josef Rauscher schließlich den Dirigentenstab an Harald Willimayer, der nun zusammen mit Michael Osztovics die musikalischen Geschicke des Vereins lenkt.

   

 

   

Josef Rauscher

Kpm. Josef Rauscher

 

Josef Rauscher, der den Taktstock von Berndt Lindmayer im Jahr 1997 übernahm, ist seit frühester Jugend Vollblutmusiker. Schon in jungen Jahren spielte er Tanzmusik – und zwar in der „Berndt Lindmayer Combo“!

Aber der Reihe nach. Seine musikalische Laufbahn begann er 1965 in Berndorf. Bei Eduard Sonnleitner lernte er Akkordeon, anschließend Trompete und Flügelhorn bei Kapellmeister Steiner Hiasl, bei Friedl Reithofer Posaune.

Und dann ging es los: Er spielte in der Musikkapelle Hernstein, der Feuerwehrkapelle Berndorf, dem Musikverein Pottenstein und ab 1974 beim Musikverein Hirtenberg. Daneben spielte er bei zahlreichen Unterhaltungsbands: eben der Berndt Lindmayer Combo, bei der Gruppe Celsius, der Concord 77 D. Rausch, der Accident Jazz Group Pernitz, etc.

Zwischen 1995 und 1997 absolvierte er den Kapellmeisterlehrgang in Zeillern.

Er führte den Musikverein Hirtenberg einerseits in bewährter Weise im Sinne Berndt Lindmayers weiter, andererseits weitete der Musikverein in seiner Ära sein musikalisches Betätigungsfeld mehr und mehr aus. Zu den traditionellen Konzerten zum Nationalfeiertag wurden Sänger und Chöre eingeladen, es wurden tolle Konzerte im neu restaurierten Saal der Kulturwerkstatt Kottingbrunn veranstaltet, ja man sorgte sogar für die musikalische Umrahmung der pompösen Eröffnung von Frank Stronachs Magna Racino.

Und der Musikverein begeisterte seine Zuhörer auf mehreren Musikerausflügen, ob mit dem Schiff auf dem Neusiedler See, auf die Insel Krk oder nach Sibenik in Kroatien.

Bei den alljährlichen Konzertwertungen erreichte Joe Rauscher wie sein Vorgänger neun Mal in ununterbrochener Reihenfolge einen "ausgezeichneten Erfolg", was ihm die goldene Dirigentennadel, überreicht vom Landeshauptmann, einbrachte.

Um auf dem Instrument nicht einzurosten, spielt er nebenbei bei seinem Zweitverein Musikverein St. Veit, beim Bläserensemble Carisma und Tanzmusik bei den Celsius. Eine Spezialität von ihm ist außerdem die musikalische Begleitung zur letzten Ruhestätte mittels Bläserquartett; böse Zungen behaupten, er habe schon mehr Stunden auf dem Friedhof verbracht als mancher, der schon jahrelang unter der Erde liegt.

2012 übergab er den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Harald Willimayer. Auf Grund seiner Verdienste wurde er zum Ehrenkapellmeister ernannt. Er bleibt dem Musikverein Hirtenberg als wertvolle Stütze am Tenorhorn und an der Posaune erhalten.

 

 

 

 

 

Chronik 2012-heute

Musikverein Hirtenberg, 2013

 

Von 2012 bis 2014 stehen Harald Willimayer, mit Michael Osztovics als seinem Stellvertreter, dem Verein als Kapellmeister vor - seit 2014 sind nun beide gleichwertige Kapellmeister. Auch ihnen liegt es sehr am Herzen, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Doch auch ein bisschen frischen Wind in den Verein zu bringen.

So werden die Frühschoppen zum Beispiel sehr aufgewertet: Es wird nun vermehrt gesungen und mit verschiedensten Show-Einlagen für gute Stimmung gesorgt.

Die größte Herausforderung wird jedoch sein, die sehr hoch angelegte Messlatte von Berndt Lindmayer und Josef Rauscher halten zu können!